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Das verflixte siebte Jahr
17. April 2007 15:14 Uhr | 27354 Views
Jens saß allein im Bett des ehelichen Schlafzimmers. Lange hatte er es nicht erlebt, nachts allein zu sein. Karina war zum ersten Mal zu einem Klassentreffen gefahren. Neben dem Bett stand eine halbgeleerte Kognakflasche. Nach den ersten zwei Gläsern war Jens mit sich ins Selbstgericht gegangen. Vielleicht war es das Alleinsein, das ihn Gelegenheit gab, in aller Ruhe über Dinge nachzudenken, die ihm zu denken gaben. Das verflixte siebte Jahr, knurrte er vor sich hin und machte sich Vorwürfe, dass er vor wenigen Tagen fremdgegangen war. Warum, das konnte er sich gar nicht so genau beantworten. Die Frau war nicht schöner als seine, nicht klüger und auch im Bett nicht besser. Ebene nur anders, neu, ungewohnt. Ja, es war schön. Sein Seitensprung hatte sich während des Tanzes ganz fest an ihn gedrückt und so seinen Schwanz zu einem heftigen Aufstand verführt. Sie hatte dazu gegrinst und das Spiel beim nächsten Tanz einfach wiederholt. Natürlich musste man nach des heißen Tänzen während des Betriebsfestes auch mal an die frische Luft. Warum dazu nicht die paar Schritte zum Park gehen? Welch ein Zufall, dass da eine Bank stand, auf der man sich in die Arme fiel. Nach den heißen Küssen war der gemeinsame Weg zu ihrem Apartment fast vorbestimmt. Und da hatte sie sich als perfekte Französin erwiesen. Er auch. Jens sah sich in seinem Schlafzimmer um. Eben ein ganz konventioneller Schlafzimmer dachte er, genau so, wie es ihnen die Schwiegereltern als Hochzeitgeschenk hingestellt hatte. Ein Doppelbett, zwei Nachschränke und ein viertüriger Kleider- Wäscheschrank. Wir brauchen Tapetenwechsel, schrie es in ihm auf, sonst kommen wir im ... [Mehr]